Fahrrad

Frühjahrscheck fürs Fahrrad

Bereit für die erste Runde?

Nach ein paar Wochen oder Monaten Pause lohnt sich vor der ersten größeren Ausfahrt ein kurzer Blick auf Reifen, Bremsen, Antrieb und Ausrüstung. Vieles lässt sich selbst kontrollieren – und manches sollte besser in der Werkstatt geprüft werden.

Reifen und Luftdruck prüfen

Als Erstes lohnt sich ein genauer Blick auf die Reifen. Sind Risse, poröse Stellen, Schnitte oder deutlicher Verschleiß an Lauffläche oder Flanken zu erkennen, sollten die Reifen getauscht werden.

Gerade beim Rennrad werden weiterhin vergleichsweise hohe Luftdrücke gefahren. Entsprechend wichtig ist ein einwandfreier Zustand des Reifens.

Bei Tubeless-Systemen sollte zusätzlich kontrolliert werden, ob noch ausreichend Dichtmilch vorhanden ist und diese nicht bereits eingetrocknet ist.

Sind die Reifen in Ordnung, gilt vor jeder Ausfahrt: Luftdruck kontrollieren und passend einstellen.

 

Felgen und Bremsscheiben kontrollieren

Bei Fahrrädern mit Felgenbremse unterliegen auch die Bremsflanken der Felge einem Verschleiß. Sind die Flanken deutlich eingelaufen oder nicht mehr gleichmäßig, sollte die Felge fachgerecht überprüft werden.

Bei Scheibenbremsen gilt Ähnliches für die Bremsscheiben. Auch sie haben ein vom Hersteller vorgegebenes Mindestmaß, das nicht unterschritten werden sollte.

Wer unsicher ist, lässt den Zustand besser in der Werkstatt prüfen.

 

Bremsbeläge nicht vergessen

Auch die Bremsbeläge gehören zum Frühjahrscheck.

Bei Felgenbremsen lässt sich der Verschleiß meist recht einfach erkennen. Sind die Beläge deutlich heruntergebremst, sollten sie ersetzt werden.

Bei Scheibenbremsen muss genauer hingeschaut werden. Im Zweifel Rad ausbauen, Bremssattel vorsichtig reinigen und kontrollieren, ob noch ausreichend Belag vorhanden ist.

Und wie immer bei der Bremse: Wer sich beim Wechsel oder bei der Beurteilung nicht sicher ist, sollte lieber einen Servicetermin vereinbaren. Sicherheit geht vor.

 

Antrieb, Schaltung und Züge

Kette, Ritzel und Kettenblätter unterliegen ebenfalls einem regelmäßigen Verschleiß. Eine saubere und richtig geschmierte Kette sorgt nicht nur für bessere Funktion, sondern schont auch die übrigen Komponenten.

Für die normale Reinigung braucht es übrigens weder Hochdruckreiniger noch Gartenschlauch. Ein Lappen, etwas Spülwasser und anschließend gezielt eingesetztes Kettenöl reichen meist vollkommen aus.

Mechanische Schaltungen und Bremsen sind außerdem auf gut laufende Züge angewiesen. Korrosion oder schwergängige Züge machen sich schnell bei Funktion und Bedienung bemerkbar.

 

Akkus laden

Viele moderne Rennräder und Gravelbikes sind heute mit elektronischen Schaltungen ausgestattet. Und die brauchen – wenig überraschend – Strom.

Vor der ersten Tour deshalb die Schaltakkus laden und bei kabellosen Systemen auch den Zustand der Batterien in den Schalthebeln kontrollieren.

Dasselbe gilt natürlich für Tacho, Navi und andere elektronische Begleiter.

 

Helm, Schuhe und Ausrüstung

Zum Schluss lohnt sich auch ein Blick auf die persönliche Ausrüstung.

Ist der Helm bereits einige Jahre alt oder hat sichtbare Beschädigungen, sollte über einen Austausch nachgedacht werden. Bei Klickschuhen können Schuhplatten und Verschlusssysteme auf Verschleiß geprüft werden.

Auch Lenkerband, Trinkflaschen und Radbekleidung freuen sich gelegentlich über etwas Aufmerksamkeit.

 

Dann kann es losgehen

Sind Reifen, Bremsen, Antrieb und Ausrüstung in Ordnung, steht der ersten entspannten Runde nichts im Weg.

Nach einer längeren Winterpause vielleicht nicht gleich übertreiben – die Saison ist noch lang.

Wenn beim Check etwas auffällt oder mehr gemacht werden muss, bitte vorab einen Servicetermin abstimmen.

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